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1810
Gründung des Deutschen Bundes durch Friedrich Friesen und Friedrich L.
Jahn zur Hebung des deutschen Nationalgefühls und zum Kampf gegen
Napoleon bzw. die französische Unterdrückung.
Übernahme und Ausgestaltung dieses Gedankenguts im Lützowischen
Freicorps.
1815 (12.6.)
Gründung der Jenaischen Burschenschaft. Als äußeres Zeichen des
Aufgehens der Landsmannschaften in die Burschenschaft senkten diese ihre
Fahnen vor der "Tanne", einer Gaststätte in Jena.
Ziel wurde die Überwindung der nationalen Zerrissenheit und die Stärkung
der Bedeutung des deutschen Volkstums (Vaterlandsliebe), verbunden mit
einer tiefen religiösen und sittlichen Ausrichtung auf das Christentum.
1817
Feier des Jahrestages der Reformation und der Leipziger Völkerschlacht.
Die Burschenschaften beteiligten sich an dem sog. Wartburgfest.
1818
Gründung der Allgemeinen Deutschen Burschenschaft und Festlegung der
Verfassung in "19 Punkten" auf dem 1. und 2. Jenaischen Burschentag. Zu
ihren Grundsätzen gehörten staatliche, wirtschaftliche und kirchliche
Einheit.
Daraufhin setzten erste Verfolgungen ein.
1832 (27.5.)
Hambacher Fest.
Burschenschaftliche Grundideen wurden zu Forderungen des Volkes erhoben.
Die Farben der Burschenschaft wurden zu Farben des deutschen Einheits-
und Freiheitsstrebens erhoben.
1833 (3.4.)
Frankfurter Wachensturm.
In dem Glauben, die Bevölkerung sei bereit, einen Umsturz mitzutragen
und in der Gewissheit, daß eine friedliche, d.h. politische Lösung nicht
möglich war, führten einige Patrioten unter Beteiligung vieler
Burschenschafter einen schlecht vorbereiteten Putsch durch, der
fehlschlagen mußte. Erneute Verfolgung war die Folge.
1848
Zweites Wartburgfest als allgemeine Studentenversammlung aller Couleur.
1848/49
Frankfurter Nationalversammlung.
Im Paulskirchenparlament, dessen Präsident der Burschenschafter Heinrich
von Gagern war, nahmen viele Burschenschafter durchweg führende
Positionen ein.
1935
Am 7. Juli wird den Mitgliedern der Hitlerjugend die Mitgliedschaft in
studentischen Verbindungen durch Reichsjugendführer Balduin von Schirach
verboten. Äußerer Anlaß war das sogenannte "Spargelessen" bei den
Heidelberger Saxo-Borussen. Angeblich hatte jemand gesagt, daß Hitler
ein so großes Maul hätte, daß er den Spargel quer essen könnte.
1945-49
Langsames Weiterbestehen der als Kameradschaft getarnten
Burschenschaften.
1950 (15.6.)
Wiedergründung der Deutschen Burschenschaft.
1957
Verabschiedung der Satzung der DB.
1959
Abschluß eines Arbeits- und Freundschaftsabkommens mit dem Deligierten
Konvent der Chilenischen Burschenschaften.
1971
Fusion der DB und der DBÖ.
1979
Schaffung eines gemeinsamen Burschen- und Altherrentages und
Verabschiedung einer neuen Satzung.
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